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Was macht die Schweiz im Klimawandel?
Der Klimawandel ist in vollem Gange. Die ganze Welt redet darüber. Überall gibt es so genannte Klimakonferenzen. Da fragt man sich natürlich:
Was macht die Schweiz gegen den Klimawandel?
Die Schweiz macht Einiges gegen den Klimawandel, dabei verfolgt sie zwei Hauptziele:
- Den Ausstoss der Treibhausgase zu reduzieren.
- Sich an den Klimawandel anpassen, weil dieser bereits im Gang ist.
Um die Treibhausgase zu reduzieren benutzt die Schweiz verschiedene Elemente:
- Das CO2. Gesetz
- Den Emissionshandel
- Wald und Senken
Das CO2-Gesetz
Um den Ausstoss der Treibhausgase zu reduzieren, ist das CO2-Gesetz das wichtigste Element.
Mit dem CO2-Gesetz will die Schweiz den CO2-Ausstoss bis 2010 (gegenüber 1990) um 10% verringern. Die Brennstoffe sollen um 15%, die Treibstoffe um 8% vermindert werden.
Das CO2-Gesetz setzt in erster Linie auf freiwillige Massnahmen, in zweiter Linie auf Lenkungsabgaben wie die CO2-Abgabe oder Förderungen, wie den Klimarappen
Was ist die CO2-Abgabe?
Die CO2- Abgabe ist keine Steuer, sondern eine Lenkungsabgabe, das heisst die Einahmen werden an die Bevölkerung und die Wirtschaft zurückverteilt.
Seit Januar 2008 wird auf fossile Brennstoffe (z.B. Heizöl oder Erdgas) eine CO2-Abgabe verlangt. Durch diese Abgabe werden fossile Brennstoffe teurer, dadurch ist der Anreiz gross, sparsam mit den fossilen Brennstoffen umzugehen oder vermehrt auf CO2-neutrale oder CO2-arme Energieträger umzusteigen.
Was ist die Stiftung Klimarappen?
Die Stiftung Klimarappen ist eine freiwillige Massnahme der Schweizer Wirtschaft für einen wirksamen Klimaschutz. Sie hat sich gegenüber dem Bund verpflichtet, im Zeitraum 2008 bis 2012, 1.8 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr(davon mindestens 0.2 Mio t CO2/Jahr im Inland und maximal 1.6 Mio. Tonnen CO2/Jahr im Ausland)zu reduzieren.
Das will sie erreichen, in dem sie auf Treibstoffe (Benzin, Diesel), welche nicht von der CO2- Abgabe betroffen sind, eine Abgabe von 1.5 Rappen pro Liter Treibstoff erhebt. Die Einahmen werden für in-, und ausländische Projekte verwendet, zum Beispiel wird die Gebäudesanierung für öl- oder gasbeheizte Bauten, die vor 1990 erbaut wurden, unterstützt.
Was ist der Unterschied zwischen der CO2- Abgabe und der Stiftung Klimarappen?
Die Stiftung Klimarappen ist eine freiwillige Massnahme, dagegen handelt es sich bei der CO2- Abgabe um eine gesetzliche Massnahme. Die CO2-Abgabe ist aber keine Steuer, sondern
eine Lenkungsabgabe, deren Erträge an die Bevölkerung und die Wirtschaft zurückfliessen.
Die Erträge aus dem Klimarappen hingegen werden nicht rückverteilt, sondern in Projekte zur Reduktion der CO2-Emissionen investiert.
Der Emissionshandel
Was ist Emissionshandel?
Firmen, welche etwas produzieren, dürfen nur eine bestimmte, zugeteilte Menge, an Schadstoffen ausstossen (Emissionsrecht). Es gibt Firmen, die weniger Schadstoffe, als zugeteilt, ausstossen. Diese Firmen können diese Menge, die sie nicht ausstossen, an Firmen verkaufen, welche mehr Schadstoffe, als zugeteilt ausstossen. Firmen, die mehr Schadstoffe ausstossen, als zugeteilt, müssen Emissionsgutschriften kaufen, oder weniger Schadstoffe ausstossen.
Beispiel:
Firma A und B dürfen jeweils 100'000 Tonnen Schadstoffe pro Jahr ausstossen. Firma A stösst jedoch pro Jahr nur 95'000 Tonne Schadstoffe aus. Firma B stösst 150’000 Tonnen Schadstoffe pro Jahr aus. Firma A kann nun die 5000 Tonnen Schadstoffe, die sie nicht „braucht“ an Firma B verkaufen. Firma B verliert dabei Geld, deshalb ist der Anreiz gross, weniger Schadstoffe zu produzieren.
Wald und Senken
Wälder können mithelfen, das Reduktionsziel für Treibhausgase zu erreichen: Indem sie CO2 aufnehmen und binden, wirken sie als sogenannte Senken. Die Waldnutzung kann den CO2-Haushalt stark beeinflussen.
Nachhaltig genutzte Wälder haben eine ausgeglichene CO2-Bilanz: Sie nehmen gleich viel CO2 aus der Atmosphäre auf, wie durch die Holznutzung wieder freigesetzt wird. Werden Wälder grossflächig abgeholzt, so führt dies hingegen zu gewaltigen CO2-Emissionen.
Wie funktioniert der Wald als CO2- Senke?
Während des Wachstums nehmen Bäume CO2 auf und speichern es als Kohlenstoff in der Biomasse sowie im Waldboden. So wirken sie als CO2- Senke. Wenn die Wälder geschützt und gepflegt werden, steigt die CO2- Konzentration in der Atmosphäre weniger stark an.
Wie kommt es, dass der Wald gleichzeitig auch eine grosse CO2- Quelle ist?
Im Wald lagert eine grosse Menge Kohlenstoff. Wenn Bäume verrotten, wird der Kohlenstoff ganz oder teilweise freigesetzt und verbindet sich mit dem Sauerstoff zu CO2. Überwiegt der Abbau der Bäume (zum Beispiel in überalterten Wäldern oder wenn mehr Holz geerntet wird als nachwächst), oder zerstören Stürme und Waldbrände grössere Waldflächen, wird der Wald zu einer CO2-Quelle.
Wie kann ein Wald nachhaltig genutzt werden?
Aus klimapolitischer Sicht macht eine mehrstufige Nutzung des Waldes am meisten Sinn.
Zuerst sollte das Holz, als Bauholz verwendet werden, weil die Holzproduktion viel CO2- neutraler ist, als andere Baustoffe. So kann es jahrelang genutzt werden. Anschliessend wird das Holz verbrannt und liefert, CO2- neutral Wärme und Strom.
Wie passt sich die Schweiz an das Klima an?
Die Folgen des Klimawandels sind heute bereits spürbar. Für die nähere Zukunft sagen Klimamodelle weitere Veränderungen voraus, insbesondere im klimasensiblen Alpenraum. Extreme Wetterphänomene wie Starkniederschläge oder sengende Hitze werden künftig häufiger auftreten und intensiver ausfallen. Das bedeutet ein grösseres Risiko für die Bevölkerung.
Die Schweiz muss sich wegen dem Klimawandel auf ganz verschiedenen Gebieten anpassen, zum
Beispiel:
- Gesundheitspolitik im Hinblick auf Hitzewellen
- Tourismus im Hinblick auf die steigende Schneefallgrenze
- Versicherungswirtschaft im Hinblick auf veränderte Naturgefahren
- Landwirtschaft im Hinblick auf trockenere, wärmere Sommer
Der Hochwasserschutz spielt eine wichtige Rolle in der Gefahrenvorsorge, weil es in Zukunft vermehrt zu Hochwassern kommen wird. Die Hochwasserereignisse können nicht verhindert werden, doch durch eine frühere, schnellere Reaktion, lassen sie sich besser bewältigen.
