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Strassenlärm und seine Folgen
Jedes Geräusch löst, ob wir es wollen oder nicht, via Hirn bestimmte Emotionen in uns aus. So empfinden Schüler beim Erklingen der Schulglocke oft eine Entspannung, wobei es ihnen beim Kratzen der Kreide an der Tafel kalt den Rücken hinunterlaufen kann.
Das menschliche Gehör, eines der sensibelsten Sinnesorgane, ist in der heutigen Zeit vor allem in Agglomerationszentren oft einer Dauerberieselung ausgesetzt, da wir im Gegensatz zu unseren Augen unsere Ohren nicht einfach schliessen können, um dem Lärm zu entfliehen.
Lärm wird subjektiv wahrgenommen und was für den einen Musik ist, kann für den anderen Krach sein. Diese uneinheitliche Abgrenzung erschwert es zu erfassen, was für Schäden eine Lärmbelastung für die Gesundheit auslösen kann. Jedoch gibt es Studien, die besagen, dass z.B. Männer mit Herzinfarkt öfter an Strassen mit hohem Verkehrsaufkommen wohnen, bei Frauen wurde hingegen kein Unterschied festgestellt. Aber eine Dauerlärmbelastung hat auch noch andere Folgen: So geht Lärm nicht nur ins Ohr, sondern auch ins Blut. Folgen davon sind Schlafstörungen und Beeinträchtigung der Kommunikation.
Anders als im Volksmund verbreitet, man würde sich an Lärm gewöhnen, reagiert der Körper physisch auch nach längerer Zeit noch mit der Ausschüttung von Stresshormonen. So können Folgen wie chronische Ermüdung, Nervosität, erhöhte Reizbarkeit und eine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit auftreten.
Längerfristig wird auch das Risiko für bestimmte Krankheiten durch beispielsweise Blutdruckanstieg und erhöhte Cholesterin- und Blutzuckerwerte gesteigert.
Leider wird Lärm oft zu spät oder gar nicht als Krankheitsverursacher erkannt und so bleibt der „wirkliche“ Grund für die Krankheit in den meisten Fällen verborgen.
